ARBEITEN 2015: DEM FLÜCHTIGEN AUF DER SPUR II

 

Meine Bilder zeigen eine Wirklichkeit, die unklar und flüchtig ist. Fotografisch sammle ich – ausschließlich in Berlin – eine große Zahl zufälliger Wahrnehmungen und Erfahrungen. Für meine Malerei wähle ich Momentaufnahmen aus, in denen sich mehrere Ebenen der Realität über- oder ineinander schieben. Sichtbar werden komplexe Interaktionen, zum Beispiel von Spiegelungen, Licht, Vorder- und Hintergründigem, die jene flüchtigen Momente vor dem endgültigen Verlust bewahren und in meinen Bildern dauerhaft der bewussten Wahrnehmung des Unklaren zugänglich werden. Das Unverständliche lädt zur subjektiven Deutung ein. Durch malerische Verstärkung, Verfremdung und Entfremdung wird die Flüchtigkeit urbanen Lebens sichtbar, die der Betrachter zwar oft zu spüren, aber nur selten bewusst wahrzunehmen vermag.